Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wird versucht die Prora- Anlage zu veräußern und mit Leben zu erfüllen.
Hier einige aktuelle Vorhaben:
Rahmenplan "Prora- Mitte" vom Stadtplanungsbüro Bruns
Vom Bundesvermögensamt in Auftrag gegeben und finanziert, als Vorbereitung für den B- Plan 14 der Gemeinde Binz..
Dezember 2002 der Öffentlichkeit auf einer Gemeindevertretersitzung in Binz vorgestellt.
Während der Erarbeitung des Planes erfolgte keine Abstimmung mit den langjährig ansässigen Nutzern in der Museumsmeile. Somit erfolgte eine Überplanung der Museumsflächen als Ferienwohnungen.
Bemühungen der betroffenen Einrichtungen die Gefahr ihrer Vernichtung zu begegnen, wurden durch das Bundesvermögensamt und der Gemeinde Binz ignoriert.
Die Verwaltung des Landkreises Rügen versuchte zu vermitteln sowie zu warnen vor dem Entstehen einer weiteren Bettenburg und der damit verbundenen Verschärfung der Konkurenzsituation im Beherbergungsgewerbe.- Erfolglos!
Auszug aus dem Rahmenplan:
Konzept Sport- und Erholungspark Prora
Das Entwicklungskonzept wurde 2002 ursprünglich für die nördlichen Blöcke von Prora erarbeitet und im Herbst 2002 erstmals öffentlich präsentiert.
Das Modell zu diesem Konzept wurde im Gemeindehaus Binz gezeigt.

Seit Mai 2003 bemüht sich die Projektgruppe um eine Gesamtentwicklung von Prora.
(Siehe ehemals www.sepprora.de)
Die S.E.P.P. - Investorengruppe bemühte sich ebenfalls 2003 um den Erwerb des Geländes der Museumsmeile von Prora. Ziel war, diese Fläche auf der Basis des Rahmenplans "Prora-Mitte" zu entwickeln und im Gesamtprojekt zu integrieren mit dem Schwerpunkt auf Kulturangebote. Konkrete Aussagen zur Perspektive der bestehenden Museen als Mieter oder Teileigentümer sind nicht bekannt.
Das Konzept wurde durch das BVA Rostock (heute BImA) im Herbst 2003 abgelehnt.
Konzept der Gesellschaft Jugend und Kultur GbR - 2003/04; überarbeitet und als Konzept der Inselbogen GmbH neu 2005 vorgestellt
Ziel ist es im Block 3 durch Fremd-Investoren und Fördermittel behindertengerechte, jugendbezogene und sozial orientierte Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, dabei nur die KulturKunststatt zu erhalten. Das Museum Prora, das Grafikmuseum, das TierReich, das Museum "Planet DDR", die Ausstellung der Stiftung "Neue Kultur" "MachtUrlaub" und die Künstlerateliers sollen zusammen auf einer kleineren Fläche ( ca. 1/6 der Anfang 2005 tatsächlichgenutzten und notwendigen Flächen) ausserhalb ihrer jetzigen Räume und abgeschnitten von den Besucherströmen als Untermieter der KulturKunststatt weiterarbeiten können. Die um ca. 700 qm erweiterte KulturKunststatt des Eigentümers soll, als "All in One - Museum" marktbestimmend in zentraler Lage, das vielschichtige Angebot der jetzigen Museumslandschaft ersetzen.
Im Gegensatz zum Nutzerkonzept wird das private Grundeigentum favorisiert. Die Museumsmeile soll Platz machen für Hotels und hotelartige Einrichtungen mit insgesamt 800 (bis 2000) Betten.
Im Interesse des Management der Vermarktung der Beherbergungen soll die Fassade des Baudenkmals aufgehübscht werden und zur Durchsetzung einer Verkehrsberuhigung soll von den Tagesbesuchern ein zentraler gebührenpflichtiger Parkplatz genutzt werden.
Dem Interesse der Kultureinrichtungen (ausser KulturKunststatt) für eine Sicherung ihrer Unternehmen kommt diese Planung nicht entgegen, da eine radikale Beschneidung der notwendigen Ausstellungsflächen und die Zerstörung der notwendigen Infrastruktur (eigne Parkplätze, Zuwegung u.a.) vorgesehen sind. Die Schaffung einseitiger Abhängigkeiten durch private Mietverträge geben der KulturKunststatt jeglichen Wettbewerbsvorteil.
Zur Finanzierung sind der Einsatz von Krediten und Fördermitteln in zweistelliger Mio- Höhe vorgesehen.
Die Überplanung des "One World Camp" und anderer Einrichtungen durch Fremdinvestoren zerstört gewachsene wirtschaftliche Unternehmen. Eine Bewilligung von Fördermittel für den Aufbau von neuen hotelähnlichen Einrichtungen anstelle des Camps und die Zerstörung von ca 80 bestehenden Arbeitsplätzen, mit der "guten Absicht" vielleicht 100 Arbeitsplätze zuschaffen (also real vielleicht 20 mehr) wäre ein Mißbrauch von Steuermitteln.
Der Architekt dieser Planung, Rudolf Hoppe, hatte auch die umstrittene und bisher zweimal gescheiterte Planung von ca 500 Ferienwohnungen ( 1500 - 2500 Betten) in den benachbarten Blöcken 1 und 2 erarbeitet. (Der Spiegel Nr. 45/2000)
Dieses Konzept zur Zerstörung der Museumsmeile war Grundlage für den am 19. August 2004 unterzeichneten Kaufvertrag zwischen BVA und der zu diesem Zeitpunkt noch in Gründung befindlichen Inselbogen GmbH.
Erst 14 Tage danach wurde die Gemeinde Binz darüber durch den Leiter der BVA informiert.
Im Januar 2005 stellte die Inselbogen GmbH das Konzept in Binz, unter Ausschluß der Öffentlichkeit, den Berichterstattern des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vor. Als Vertreter der Gemeinde Binz war der Bürgermeister anwesend.
Am 25. Februar 2005 stimmte der Haushaltsausschuss dem Verkauf zu. Als eine Begründung wurde angegeben: Die planungsrechtlich zuständige Gemeinde Binz habe dem Verkauf zugestimmt.
Aber erst im März 2005 im nichtöffentlichem Teil der Gemeindevertreterversammlung von Binz wurde den gewählten Ortsvertretern das Konzept vorgestellt.
Weitere Info Artikel Nordkurier vom 03.09.2004 - "Mittelständer kaufen Museumsblock Prora"
Konzept "Zu Hause in Prora" ("Haus in Haus"- Konzeption, Strecker + Steidle Architektrur und Städtebau)
Ziel ist es Prora als Werk vieler Archtekten städtebaulich zu entwickeln.
Prof. Dr. Gottfried Kiesow zum Projekt:
" ... von Ihrem Projekt bin ich außerordentlich beeindruckt, ist es doch der beste Weg, im unveränderten Teil der Mitte und von Block 3 die Erinnerung an den Gigantismus des nationalsozialistischen KdF in seiner asketischen Strenge wachzuhalten und zugleich durch attraktives Wohnen und Kleingewerbe die Erhaltung der gesamten, gewaltig großen Anlage zu sichern. Auch die individuell veränderten Wohnblocks spiegeln noch die Größe der Gesamtanlage, zugleich den Wandel vom Massengeist des Nationalsozialismus, der Roten Armee und der Nationalen Volksarmee hin zum Individualismus unseres demokratischen Staate4s. Nicht nur die Planungsidee mit überschaubar großen Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen, sondern gerade Ihr dahinter stehendes geistiges Konzept haben mich überzeugt. Denn in der Tat läßt sich Geschichte nicht ungeschehen machen, auch nicht verdrängen, sondern muß durch klare Gegenüberstellungen verarbeitet werden. Auf einer anderen Ebene vergleichbar erscheint mir die Art und Weise, wie sich die lutherischen Kirchengemeinden in den mittelalterlichen Gotteshäusern mit ihrer neuen Liturgie einrichteten, dabei Altes bewahrte, aber im Neuen ihren eigenen Anspruch deutlich machten." -Wiesbaden, den 26.11.2001
Das Konzept "Zu Hause in Prora" beachtet und achtet die seit Jahren gewachsene Museumsmeile als Dokumentarische Mitte und überplant sie nicht!
Das Konzept wurde in Berlin am 15.März 2004 mit großen Erfolg erneut der Öffentlichkeit vorgestellt.
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| Präsentation 2003/04 im Museum Prora, seit Juni 2005 im Museum "Planet DDR" |
Ausstellung während dem Jugendevent "Prora 03" August 2003 |
Vorstellung des Projektes in den Hackischen Höfen 15.- 20. März 2004 in Berlin |
| Siehe auch www.architipp.de. |
wurde erarbeitet durch die Prora Block3 Liegenschaftsgesellschaft mbH unter Moderation des Landkreises.
Der Planungsprozeß begann 2001 mit dem Ziel die Museumsmeile zu entwickeln und der Öffentlichkeit zu erhalten, das denkmalgeschützte Gebäude zu sichern und den Kultur- und Jugendeinrichtungen eine wirtschaftliche Perspektive unabhängig von Fördergeldern zu ermöglichen.
Die verantwortlichen Beamten und Politiker entschieden sich dagegen - siehe Prora- Skandal.
Text und Fotoquelle: Museum Prora